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Die 111 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Gehen Sie mit der richtigen Vorbereitung ins Vorstellungsgespräch. Erfahren Sie hier, welche Fragen auf Sie warten.
Ein neuer Job ist oftmals auch ein ganz neuer Anfang – hat man als Bewerber die ersten Hürde genommen und Telefoninterview oder auch Einstellungstest gemeistert, kommt es in der Regel zu einem Vorstellungsgespräch. Viele zukünftige Arbeitnehmer blicken diesem Event mit Sorge entgegen – schließlich gibt es genug „harte Hunde“ bei den Kollegen in der Personalabteilung. Mit der richtigen Vorbereitung wird es aber nur halb so wild, versprochen!

Die Digitalisierung brachte einige Veränderungen, auch im Arbeitsumfeld, mit sich – auch Vorstellungsgespräche finden heute oftmals online per Video statt. An der eigentlichen Idee des Gesprächs mit dem Bewerber hat sich jedoch nichts geändert. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen sich kennenlernen und gegenseitig „beschnuppern“, ob sich der Bewerber für die Stelle eignet. Aber auch Sie als Bewerber bekommen selbstverständlich einen ersten Eindruck vom potenziellen Arbeitgeber – schließlich wissen Fachkräfte, dass Sie auch woanders auf dem Markt gute Chancen hätten. Personaler wissen das und denken sich daher nach wie vor fleißig Fragen aus, um Sie aus der Reserve zu locken.

Oft noch viel wichtiger als die fachliche Eignung sind zudem die Sozialkompetenzen des Bewerbers. Könnte sie oder er gut ins Team passen? Wie reagiert die Bewerberin / der Bewerber auf persönliche Fragen? Dabei kommt es gar nicht darauf an, ob Sie genau die Antwort geben, die der Personalchef hören möchte – sondern viel eher, dass Sie reagieren, ob Sie schlagfertig oder zurückhaltend ist. Denn die Fragen der Personalabteilung sind oft so gestellt, dass sie Ihre Reaktion, nicht Ihre Antwort, prüfen sollen.

Selbstverständlich können wir Ihnen nicht alle möglichen Fragen im Voraus servieren – aber mit den für uns wichtigsten 111 Fragen haben Sie schon eine gute Vorbereitung auf Ihr Gespräch. Lesen Sie die Fragen, lassen Sie sie wirken, denken Sie daran, wie Sie antworten würden – so schaffen Sie es, sich bestmöglich auf Ihr Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Wir drücken Ihnen alle Daumen für erfolgreiche Jobverhandlungen!
 

So gelingt die optimale Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch - und die dort gestellten Fragen

Machen Sie sich erst einmal bewusst: Ihr Gegenüber im Vorstellungsgespräch ist auch ein Mensch, auch wenn sie oder er die Leitung der Personalabteilung (oder modern: Human Ressources) innehat. Und dieser Mensch ist so sehr an Ihnen, Ihren Fähigkeiten und Ihrer Person interessiert, dass er Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, um sie noch näher und besser kennenzulernen. Das ist doch erst mal durchweg positiv, oder?

Was Sie sich auf jeden Fall zu Herzen nehmen sollten: Hinterfragen Sie vor allem den Grund, warum Sie sich vorstellen können, bei Ihrem Wunschunternehmen zu arbeiten. Diese Frage kommt auf jeden Fall! Der Arbeitgeber muss schließlich auch auf Sie eine bestimmte Wirkung haben, sonst hätten Sie sich ja nicht beworben. Das Wissen um die Rahmendaten, die ein Unternehmen oftmals unter dem Punkt „Geschichte“ auf der Website veröffentlicht hat, kann auch nicht schaden. Und wenn es aktuelle Nachrichten wie ein Wechsel der Geschäftsführung oder Erweiterungen in andere Branchensegmente gibt, sollten Sie unbedingt mitreden können!

Darüber hinaus sollten Sie sich unbedingt auf Ihre eigenen Fähigkeiten konzentrieren – Sie werden es leider nicht schaffen, auf jede erdenkliche Frage im Vorstellungsgespräch die richtige Antwort parat zu haben. Dafür gibt es leider viel zu viele! Oftmals hilft es aber schon, im Gespräch einfach authentisch zu sein – denn Personalchefs merken es ganz schnell, wenn Sie sich verstellen oder ein falsches Bild abgeben. Daher: Seien Sie auf jeden Fall mutig genug, Sie selbst zu sein!


 

Arten von Fragen im Vorstellungsgespräch

Fast genauso vielfältig wie der Umfang des Fragenkatalogs sind auch die Absichten, die der Fragende mit seiner Frage erreichen möchte. Eine Frage muss nicht mehr darauf abzielen, eine „richtige“ Antwort zu bekommen – sondern kann genauso gut testen, wie der Bewerber mit der Art der Frage umgeht. Daher können wir unsere Fragen in folgende Kategorien einteilen:

1. Fragen zur fachlichen Qualifikation

Sie dürfen auf jeden Fall nach einem erfolgreich abgeschlossenen Maschinenbaustudium damit rechnen, dass Ihr Gegenüber Sie nach einer Toleranz für eine bestimmte Gewindeart fragt – denn schließlich geht es darum, Sie zu prüfen, ob ihr Lebenslauf mehr verspricht als das bloße Absitzen von Theoriestunden. Folgende Fragen könnten auf den Tisch kommen (wir haben Ihnen ein paar Beispielantworten in den Mund gelegt):

IT-Bereich: Sie stehen vor der Entscheidung, in unserem Betrieb eine neue Backup-Lösung zu integrieren. Auf welche Art der Datensicherung würden Sie setzen?
 

„Ich würde aufgrund der Anzahl an Arbeitsplätzen und der Verteilung von stationären und sich mobil befindlichen Arbeitsgeräten auf eine Cloud-Lösung setzen, die sich kostengünstig implementieren, einfach pflegen und organisieren und sich bei Notwendigkeit schnell wieder einspielen lässt.“


Automobilkaufmann: Sie empfangen einen älteren Kunden, der sich für einen Neuwagen der gehobenen Fahrzeugklasse interessiert. Wichtig ist ihm nicht die Farbe oder die Innenausstattung, er legt großen Wert auf eine bequeme Sitzposition, Platz für seinen Schäferhund sowie gute Ausleuchtung der Straße in der Dunkelheit. Welches Fahrzeug empfehlen Sie ihm?
 

„Mittlerweile besteht eine große Auswahl auch an kleineren SUVs, die eine angenehme Sitzposition versprechen und auch mittlerweile mit hellen LED-Scheinwerfern inklusive Kurvenfahrlicht ausgestattet sind. Nach Rückfrage bezüglich des Budgets würde ich den mittleren SUV empfehlen, der für seine Zwecke ausreichend ausgestattet ist und mit ihm gemeinsam eine Probefahrt durchführen, um dem Kunden zu zeigen, wie viel Qualität dieses Fahrzeug ihm bietet.“


Architekt: Unser Büro plant für die städtische Entwicklung die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes, auf dem sich neben Firmen auch Privatwohnungen befinden sollen. Denkbar ist ebenso die Vermischung von Arztpraxen mit Wohnparteien in einem Gebäude. Worauf würden Sie bei der Dämmung besonderen Wert legen?
 

„Bei solch einem interessanten Projekt wäre vor allem die Infrastruktur im Objekt selbst zu beachten. Sind Praxen und Wohnräume deutlich voneinander getrennt (beispielsweise links / rechts durch ein mittig gelegenes Treppenhaus), würde ich die Praxen auf die Seite der Straße mit Durchgangsverkehr integrieren. Die Wohneinheiten selbst würde ich mit Innenschutz dämmen und die Fenster rundherum mit doppelter Isolierverglasung nutzen.“


 

2. Fragen zur Motivation der Bewerberin / des Bewerbers

Selbstredend ist für den Arbeitgeber auch immer seine Außenwirkung von Interesse. Warum bewirbt sich der nette junge Herr bei uns? Was steckt dahinter? Ja, Sie sollten auf jeden Fall mit solch einer Art der Frage rechnen. Diese zielen aber nicht nur darauf ab, welches Image das Unternehmen bei den Bewerbern genießt, sondern gehen meist noch viel tiefer:
 
  • Sie bewerben sich bei unserem mittelständischen Unternehmen, obwohl Sie eine gute Anstellung in einem großen Industrieunternehmen genießen. Warum ist das so? „Ich habe jetzt über fünf Jahre in diesem Unternehmen gearbeitet. Dabei habe ich jedoch gemerkt, dass die dortigen Tätigkeiten nicht meinem Wunsch entsprechen. Leider arbeite ich sehr theoretisch und möchte meine Arbeit wieder aktiv mitgestalten. In Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, praktischer zu arbeiten und weiß genau, mit wie viel Herzblut ich dabei sein kann.“
  • Was erwarten Sie von unserem Unternehmen als Arbeitgeber? „Ich bin mir sicher, dass Sie ein guter Arbeitgeber sind. Bislang kenne ich Sie ja nur aus der Öffentlichkeit oder den Bewertungen im Internet. Ihre Benefits, die Sie Ihren Mitarbeitern bieten, zeigen mir jedoch, dass Ihnen Ihre Mitarbeiter wichtig sind und Ihnen am Herzen liegen. Ich bin mir sicher, dass Sie mich dabei unterstützen können, mein volles Potential zu entfalten – und ich kann für Sie jeden Tag aufs Neue das bestmögliche Arbeitsergebnis schaffen.“
  • Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben? „Schon als ich Ihre Stellenanzeige las, konnte ich mich augenblicklich mit den von Ihnen beschriebenen Tätigkeiten identifizieren. Sofort hatte ich ein Bild im Kopf, wie ich diese Aufgaben übernehmen und Sie bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen kann. Ich bin mir zudem sicher, dass diese Stelle für mich sehr geeignet ist, da ich viele von Ihnen geforderte Anforderungen erfüllen kann. Zudem sind die Tätigkeiten vielfältig und somit überaus interessant für mich.“
 

3. Fragen zur persönlichen Qualifikation der Bewerberin / des Bewerbers

Seien wir doch einmal ehrlich: So wertvoll jede fachliche Ausbildung ist, umso wichtiger sind neben der Theorie auch die „Softskills“, die das menschliche Miteinander beeinflussen und auch für ein Teamgefüge und die Eigenorganisation besonders interessant sind. Und auch diese „Softskills“ sind für Arbeitgeber sehr typische Faktoren, bei denen man auf der sicheren Seite sein möchte. Daher werden auch aus diesem Bereich einige typische Fragen auf Sie zukommen:
 
  • Stellen Sie sich vor, Sie müssten viele kleine Dinge im Laufe des Tages schnell und zielsicher erledigen. Wie gehen Sie bei der Organisation Ihres Arbeitsablaufes vor? „Glücklicherweise habe ich ein Talent dafür, mich selbst schnell und zielorientiert organisieren zu können. Innerhalb weniger Augenblicke kann ich Aufgaben nach Ihrer Priorität beurteilen und sie nach und nach abarbeiten. Kommt etwas Wichtiges dazwischen, kann ich diesen neuen Task genauso in meinen Arbeitsablauf integrieren. Am Ende bin ich immer wieder stolz darauf, alles unter „einen Hut“ zu bekommen. Auf diese Eigenschaft kann ich mich verlassen.
  • Das klingt sehr gut und selbstsicher. Welche Eigenschaften sind – Ihrer Ansicht nach – für die Stelle noch sehr wichtig? „Ich halte mich für sehr lösungsorientiert – und bin sehr sicher, dass ich auch bei Konflikten eine Lösung finden kann. Diese Konflikte müssen nicht immer negativer Natur sein, auch wenn man sich beispielsweise mit einer anderen Abteilung bei einem gemeinsamen Projekt einigen muss. Zudem gebe ich mich meist nicht damit zufrieden, nur ein halbvollständige Lösung zu finden, die muss schon sicher sein.“
  • Was ist Ihrer Ansicht nach Ihre größte Schwäche? Und welches die größte Stärke? Leider neige ich dazu, ein wenig perfektionistisch zu sein, da ich gerne gewissenhaft arbeite. Im Laufe der Jahre habe ich jedoch gelernt, gut damit umgehen, um mich nicht in Details zu verlieren. Mein Ordnungssinn kommt mir zudem sehr gut bei der Organisation entgegen und ich arbeitete sehr strukturiert. Am besten funktioniert das mit einem aufgeräumten und ordentlichen Arbeitsplatz. So behalte ich immer den Überblick.“
 

4. Stressfragen im Vorstellungsgespräch

Mal wieder sehr viel Stress? Besonders in Belastungssituationen kommt es darauf an, wie Sie als Mensch „performen“ können. Und dies gilt gleichermaßen für das Arbeitsleben auch für den privaten Bereich. Geschickte Personaler können meist schon direkt aus Ihrem Lebenslauf eine Situation ableiten, zu der eine der folgenden Fragen passen könnte:
 
  • Zwei Semester über Regelstudienzeit – was war da denn los? „Während meines Studiums bin ich stolzer Vater eines Sohnes geworden. Das Studium erlaubte gerade im ersten Jahr ein wenig mehr Flexibilität bei der Kinderbetreuung. Dennoch war die Zeit – besonders in Verbindung mit dem notwendigen Nebenjob – schon sehr stressig. Während dieser Zeit konzentrierte ich mich auf meine drei Teilbereiche: Familie, Job und Studium – und habe alles sehr gut meistern können.“
  • Mit Ihrem Abschluss sind Sie für die Stelle ein wenig überqualifiziert. Warum haben Sie sich trotzdem bei uns beworben? „Ich bin mir sicher, dass ich bei der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle mein volles Potential entfalten kann – nach meiner Einschätzung momentan viel besser als auf einer Stelle, die vielleicht meiner Qualifikation, jedoch nicht meinem Herzenswunsch entspricht. Daher habe ich mich selbst von der Vorstellung gelöst, nur nach der Qualifikation zu schauen.“
  • Das klingt ja sehr lobenswert – aber warum möchten Sie Ihre jetzige Stelle nach nur einem Jahr wieder wechseln? „Eben genau, weil ich gemerkt habe, dass ich auf dieser Stelle nicht glücklich war – und somit auch die Entfaltung meiner Arbeitskraft darunter litt. Leicht gemacht habe ich mir die Entscheidung nicht, aber ich stehe hinter ihr. Denn ich weiß, dass ich zu deutlich mehr fähig bin.“
 
Machen Sie sich bitte bewusst, dass Stressfragen vor allem dazu dienen sollen, Sie ein wenig zu „triggern“. Achten Sie auch darauf, so ruhig und souverän zu antworten, wie es Ihnen möglich ist. Wenn die Antwort zudem noch sehr gut nachvollziehbar ist und ebenso authentisch daherkommt (siehe das Beispiel mit dem Vaterwerden im Studium), schaffen Sie auch während der Stressfragen eine solide Basis für das weitere Vorstellungsgespräch.

 

5. „Brainteaser“ und Schätzfragen im Vorstellungsgespräch

Jetzt können die Personaler so richtig die Angel auswerfen, um Sie „dranzukriegen“. Aber Spaß beiseite – auch Schätzfragen und sogenannte „Brainteaser“ sollen dazu dienen, Sie auf die Probe zu stellen. Können Sie gut schätzen? Können Sie „um die Ecke denken“? Hier gilt es, Ruhe zu bewahren, da es fast keine richtigen Antworten geben kann. Folgende Fragen könnten Ihnen begegnen:
 
  • Wie groß ist der Winkel von Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr um 15:15 Uhr? Wer in Mathe aufgepasst hat, der weiß, dass die Uhr ein Kreis ist – und somit 360 Grad hat. Die beiden Zeiger stehen auf der drei, die Uhr ist in zwölf Segmente eingeteilt. Daher teilen Sie doch einfach 360 durch 12 – somit haben die beiden Zeiger einen Winkel von 30 Grad. Sie sehen, Sie müssen ein wenig grübeln, oder?
  • Wie viele Menschen leben in New York? Wenn Sie es nicht gerade zufällig gelesen haben, dürfte die Antwort schwerfallen. Es sind rund 8,4 Millionen Einwohner, also mehr als doppelt so wie viele wie in Berlin. Bei Schätzfragen geht es nur darum, dass Sie nicht komplett daneben liegen und 100.000 Einwohner als Antwort in den Raum werfen.
  • Wie lautet der nächste Buchstabe: J F M A M _ J. Schauen Sie genau hin und denken Sie an Ihren Kalender. Denn dies sind die Anfangsbuchstaben der Monate eines Jahres. Januar, Februar, März, April, Mai, Juni. Auch wenn solche Aufgaben vor allem bei einem gewissen Grad der Aufgeregtheit ein wenig schwierig erscheinen können, sollten Sie sich darauf besinnen, dass Sie mit möglichster Ruhe oftmals auf die Lösung kommen können!

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6. Fangfragen im Vorstellungsgespräch

Wer sich gerne bei seinen Freunden auf der Party mal einen Spaß erlaubt, der weiß um das Vergnügen, welches Fangfragen allen Beteiligten bereiten können. Im Vorstellungsgespräch können diese aber deutlich fieser ausfallen und zuerst gar nicht als Fangfragen erkannt werden. Beispielsweise könnten die Personaler mit diesen Fragen versuchen, Sie „aus der Reserve zu locken“:
 
  • Was würden Sie tun, wenn Sie nicht arbeiten müssten? Party machen auf Mallorca wäre an dieser Stelle sicherlich eine Antwort, die Sie vermeiden sollten – aber wenn Sie beispielsweise Ihr soziales Engagement weiter ausbauen würden, käme das sicherlich nicht schlecht an. Oder eine Reise mit dem Motorrad um die Welt erleben und ein Buch darüberschreiben? Vielleicht ist das ja auch der Traum des Personalers und Sie schinden Eindruck.
  • Sind Sie bereit, Überstunden zu machen? Natürlich sind Sie das, oder? Vorsicht, Fangfrage! Sie sollten an dieser Stelle deutlich machen, dass Sie an Deadlines gewöhnt sind und Ihre Arbeit immer fristgerecht fertigstellen möchten – in Zeiten von Belastungsspitzen jedoch selbstverständlich auch über Ihre Arbeitszeit hinaus für das Team arbeiten.
  • Ihr Facebook-Profil ist öffentlich und Sie posten ja wirklich sehr regelmäßig. Bedeutet sicherlich viel Pflege, solch ein Profil – nicht, dass da Ihre Arbeit leidet? Huch, haben Sie etwa vergessen, ihre Profile in den sozialen Medien einzuschränken? Das sollten Sie doch vor einem Vorstellungsgespräch tun! Mal im Ernst: Social Media gehört zu unserem alltäglichen Leben einfach dazu. Aber bei einer solchen Frage sollten Sie natürlich glaubhaft erklären können, dass die Pflege Ihrer Profile ausschließlich nach Feierabend oder in Pausenzeiten passiert.
 

Eigene Fragen des Bewerbers im Vorstellungsgespräch

Ein Vorstellungsgespräch dient – wie anfangs schon erwähnt – ja in erster Linie dazu, sich gegenseitig kennenzulernen. Wenn Ihnen der Personaler am Ende Zeit für eigene Fragen einräumt, dann sollten Sie sich nicht scheuen, diese auch zu stellen, denn das zeugt von Interesse Ihrerseits am Unternehmen, den Kollegen und der Stelle. Aber Vorsicht: Nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und fragen, wie viele Urlaubstage es gibt. Sondern erst einmal sachlich interessiert einsteigen:
 
  • Wie genau verläuft die Zeit der Einarbeitung?
  • Wie viele Kollegen sind mit in meinem Team?
  • Welche Software nutzen Sie eigentlich zur Bestandsverwaltung?
  • Wann beginnt mein erster Arbeitstag bei Ihnen im Büro?
  • Was sind momentan die größten Herausforderungen im Tagesablauf?
  • Dürfte ich mich vorab schon einmal meinem Teamleiter vorstellen?

 


Unerlaubte Fragen im Vorstellungsgespräch

Ja, auch nicht erlaubte Fragen gab es schon immer und gibt es immer noch im Vorstellungsgespräch. Manchmal kommt es vor, dass Personaler diese Fragen trotz aller gesetzlicher Regelungen stellen und Bewerber darauf antworten, weil sie Sorge haben, sonst gleich abgelehnt zu werden. Dies ist aber nicht richtig! Fragen darf Sie ein Personalchef beispielsweise nicht:
 
  • Sind Sie Mitglied in einer politischen Organisation?
  • Haben Sie Vorstrafen?
  • Sind Sie schwanger?
  • Haben Sie einen festen Partner?
  • Sind Sie religionsanhängig?
  • Wünschen Sie sich Kinder?
  • Planen Sie zeitnah als Vater eine Elternzeit?
  • Sind Sie regelmäßig krank?
 
Diese Fragen müssen Sie nicht beantworten – es sei denn, die Frage hat einen direkten Bezug zu Ihrer Arbeit. Für die Arbeit in der Justiz ist es natürlich wichtig, eine saubere Weste zu haben – sollten Sie unverkennbar schwanger sein, finden Sie vielleicht eine gemeinsame Lösung. Generell sind diese Fragen jedoch tabu und Sie dürfen auch gerne mit einem „Nein“ antworten, wenn Sie sich sorgen, unhöflich zu wirken.

 

Der Vorstellungsgespräch-Fragenkatalog mit 111 Fragen

Für die optimale Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch können Sie selbstverständlich nicht alle Fragen auswendig wissen oder sich auf alles vorbereiten – aber oft hilft es auch schon, die wichtigsten Fragen wenigstens einmal gehört bzw. gelesen zu haben. In diesem Fragenkatalog bekommen Sie schon einmal einen kleinen Einblick in die Vielseitigkeit von möglichen Vorstellungsgespräch-Fragen.
 

Fragen zur fachlichen Qualifikation

Sie haben eine gute Ausbildung genossen und viel gelernt in dieser Zeit? Herzlichen Glückwunsch! Das Vorstellungsgespräch könnte die erste Station sein, in dem Sie Ihr Fachwissen unter Beweis stellen können!

1. Warum meinen Sie, dass Sie unser perfekter Kandidat sind?
2. Welche Ihrer Kenntnisse sind Ihrer Meinung nach am geeignetsten für diesen Job?
3. Mit welchen unserer Tools haben Sie bisher schon einmal arbeiten können?
4. Wie halten Sie sich selbst fachlich auf dem Laufenden?
5. Was bringen Sie aus Ihrem Studium an Expertenwissen für die Stelle mit?
6. Wie bilden Sie sich fort?
7. Mit welchem Tool würden Sie Ihre Arbeit hier organisieren?
8. Was war bislang Ihr größter fachlicher Erfolg?
9. Ihre Abschlussarbeit behandelte das Thema X. Was würden Sie davon hier einbringen?
10. Wofür übernahmen Sie bislang fachlich die Verantwortung?
11. Auf welche fachliche Stärke sind Sie besonders stolz?

Fragen zu Ihrer Motivation

Ja, jetzt wird es für den Personal sehr interessant! Wie gut können Sie begründen, was Sie dazu motiviert hat, sich in diesem Unternehmen und für die Stelle zu bewerben? Aussehen könnten eine tiefergehende Analyse wie folgt:

12. Warum haben Sie sich für ausgerechnet diese Stelle beworben?
13. Was erwarten Sie von einem Job bei uns?
14. Was erwarten Sie von unserem Unternehmen?
15. Was für ein Ziel verfolgen Sie mit dieser Stelle?
16. Wieso möchten Sie Ihren aktuellen Job aufgeben?
17. Hat Ihnen etwas an Ihrer bisherigen Stelle nicht gefallen?
18. Welches Gefühl verbinden Sie mit unserem Unternehmen?
19. Wie würden Sie unser Unternehmen kurz und knapp beschreiben?
20. Wären Sie auch zu einem Umzug bereit, wenn wir Sie ins Ausland entsenden?
21. Welches Gehalt wünschen Sie sich von uns?
22. Wie Ihre Meinung zu Ihrem letzten Vorgesetzen?
23. Wie ist Ihre Meinung zu unserer Branche?

Fragen zu Ihrer persönlichen Qualifikation

Jetzt geht’s ans Eingemachte – achten Sie darauf, ehrlich und authentisch zu bleiben. Ein guter Personaler merkt sowieso, wenn Sie flunkern oder um den „heißen Brei herumreden“. Dies könnt auf Sie zukommen:

24. Was würde Ihr bester Freund über Sie erzählen?
25. Welche drei positiven Eigenschaften von Ihnen würde uns Ihr ehemaliger Chef erzählen?
26. Was sind Ihre drei größten Stärken?
27. Und was sind Ihre drei größten Schwächen?
28. Was war in Ihrem Leben Ihr größter Fehler?
29. Welche drei positiven Charaktereigenschaften vermissen Sie selbst an sich?
30. Welches ist Ihre größte Angst?
31. Wann waren Sie einmal mit Ihrer Leistung nicht zufrieden – und warum?
32. Was nervt Sie schnell an anderen Menschen?
33. Was sollten wir unbedingt über Sie wissen?
34. Wo sehen Sie sich beruflich in fünf Jahren?
35. Wo sehen Sie sich privat in fünf Jahren?
36. Was ist Ihr größtes Karriereziel?
37. Was war Ihr größer beruflicher Erfolg?
38. Was war Ihr größter privater Erfolg?
39. Was ist Ihr Lebenstraum?
40. Welches Tier wäre Ihnen am ähnlichsten?
41. Welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach für die Stelle besonders wichtig?
42. Welche davon haben Sie?
43. Wie arbeiten Sie am effektivsten?
44. Wie organisieren Sie Ihre Arbeit am besten?
45. Worauf sind Sie besonders stolz?
46. Mit welchen Persönlichkeiten verstehen Sie sich gut?
47. Welche Art von Führungskraft würden Sie als Vorbild ansehen?

Stressfragen

Oh, es könnte anstrengend werden! Schnallen Sie sich an und machen Sie sich darauf gefasst, ins Schwitzen zu kommen! Wenn der Personaler diese Fragen auspackt, geht’s richtig los:

48. Warum hat Ihr Studium so lange gedauert?
49. Warum hat es mit den letzten beiden Jobs nicht geklappt?
50. Wie gehen Sie mit Kritik um?
51. Können Sie mir diesen Kugelschreiber verkaufen?
52. Was machen Sie, um Spaß zu haben?
53. Wie häufig überlappen sich die Zeiger einer Uhr am Tag?
54. Was wären Sie für ein Superheld?
55. Welche Kräfte hätten Sie?
56. Einsame Insel – auf welche drei Dinge würden Sie nicht verzichten wollen?
57. Lottogewinn – was machen Sie mit dem Geld?
58. Zu welchem fünf anderen Dingen könnte man einen Pinsel noch benutzen?
59. Erzählen Sie etwas von sich, was nicht in Ihrem Lebenslauf steht.
60. Haben Sie schon einmal Regeln gebrochen? Und warum?
61. Woher wissen Sie, dass Sie ein gefordertes Ziel im Job erreicht haben?
62. Haben Sie eigentlich die versteckten Botschaften in Ihrem letzten Arbeitszeugnis entdeckt?
63. Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?
64. Was halten Sie von mir als Interviewer?
65. Warum hatten Ihre letzten Bewerbungen keinen Erfolg?
66. Warum haben Sie noch nie weit von Ihrem Wohnort weg gelebt?
67. Wie finden Sie es, einer Führungskraft unterstellt zu sein?
68. Welche Art der Arbeit würden Sie ablehnen?
69. Zu welcher Tageszeit sind Sie am produktivsten?

„Brainteaser“ und Schätzfragen

Und ab jetzt ist Gehirnschmalz gefragt – denken Sie daran, ruhig zu bleiben. Es nützt nichts, sich nun verrückt zu machen. Manche Fragen sind so gestellt, dass es eine wahre Glückssache ist, im richtigen Moment die richtige oder vielmehr passende Antwort geben zu können. Hören könnten Sie beispielsweise diese Fragen:

70. Wie geht es weiter: Z – A – Y – B – X – C – ?
71. Wie erklären Sie einem Blinden die Farbe Blau?
72. Wie viele Kilometer umfasst die Länge der Chinesischen Mauer?
73. Wie hoch ist der Eifeltum? 74. Wie schwer ist Berlin?
75. Wie viele Gärten gibt es in Deutschland?
76. Was für ein Tier wären Sie?
77. Warum sind Gullideckel nicht eckig?
78. Wie viele Blätter Papier werden an einem Bürotag in ganz Europa verbraucht?
79. Welche drei Dinge sind Sie für einer einsamen Insel wichtig?
80. Was würden Sie mit einem Lottogewinn anstellen?
81. Wie viele Menschen heiraten in Berlin in einem Jahr?
82. Wie viele Klavierstimmer leben in Washington?
83. Welcher Tag ist übermorgen, wenn vorgestern der Tag nach Sonntag war?
84. Wie schwer kann eine Schönwetterwolke werden?
85. Wann gab es den ersten Adventskalender?
86. Wie viele Zähne hat ein Braunbär?
87. Wie viele verschiedene Sprachen gibt es auf der Welt?
88. Wie oft schauen die Deutschen am Tag aufs Handy?
89. Wie viele Ehen werden in Deutschland jedes Jahr geschieden?
90. Wie viele Entenarten gibt es weltweit?
91. Wie viel Liter Kunstblut ging für den Film „Hannibal“ drauf?

Fangfragen

Ja, Fangfragen können wirklich gemein sein. Lassen Sie sich daher immer Zeit zum Überlegen, bevor Sie eine überstürzte und vielleicht unüberlegte Antwort geben. Schnell sein nutzt Ihnen hier leider reichlich wenig. Achtung: Personaler könnten auch auf die Idee kommen, Sie im Internet anzuschauen – und daraus ein paar fiese Fragen entwickeln.

92. Wollten Sie sich schon einmal selbstständig machen?
93. Sind Sie eher der Anführer oder ein Ausführer?
94. Wovor haben Sie Angst bei diesem Job?
95. Sollten Sie einmal dieses Unternehmen verlassen: Welchen Ruf haben Sie?
96. Haben Sie schon einmal was zum Thema XY gepostet?
97. Auf Ihrem Profil sind viele Fotos vom Strand in Dänemark – Sie schreiben im Lebenslauf von einer Fortbildung. Was war das Thema?
98. Familie oder Beruf: Was hat für Sie mehr Stellenwert?
99. Was würden Sie mit Ihrer Zeit anstellen, wenn Sie nicht mehr arbeiten müssten?
100. Glauben Sie, sich hier durchsetzen zu können?
101. Welche Eigenschaft eines Kollegen würde Sie nerven?
102. Sind Sie bereit, auch einmal am Wochenende zu arbeiten?
103. Woher wissen Sie, dass Sie einen guten Job machen?
104. Beschreiben Sie sich bitte einmal mit nur einem Wort.
105. Sie auf dem Titel eines Magazins – welches wäre das?
106. Wenn Sie Ihren perfekten Job selbst aufbauen könnten – wie sähe der aus?
107. Wenn wir Sie einstellen – was wäre Ihr Ziel für die nächsten 50 Tage?
108. Was schuldet eine Führungskraft seinen Mitarbeitern?
109. Was erwarten Sie von einem Unternehmen, bei dem Sie arbeiten?
110. Bei welchen Sachverhalten fühlen Sie sich immer wieder missverstanden?
111. Was wollen Sie werden, wenn Sie groß sind?
 

Ruhig bleiben. Durchatmen!

Es klingt wirklich banal – aber ein Vorstellungsgespräch ist keine Hürde, die nicht zu meistern ist. Es haben schon so viele Menschen vor Ihnen geschafft, Ihrem Traumjob oder zumindest eine sehr gute Anstellung zu bekommen. Zudem haben Sie mit der Einladung zum Gespräch schon das Wichtigste geschafft und das Interesse des Unternehmens geweckt. Oftmals ist auch Ihre Außenwirkung viel solider als Ihr inneres Gefühl der Unsicherheit es Ihnen versucht, glaubhaft zu machen. Daher seien Sie ruhig frohen Mutes und sehen dem Vorstellungsgespräch mit Freude entgegen – es ist die absolute Chance, das Gegenüber davon zu überzeugen, dass Sie genau die oder der Richtige für die Stelle, das Unternehmen und den Job sind.

Wir drücken Ihnen die Daumen und wünschen viel Erfolg!
Informationen zum Autor
Matthias Weisbrich
Gründer und Geschäftsführer der STRATAG GmbH
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Über STRATAG - Unsere Story

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Genau wie damals lege auch ich einen sehr großen Wert auf den Einsatz nachhaltiger Materialien und deren Verarbeitung - durch unsere lokalen Teams in Halle (Saale) und Leipzig - in höchstmöglicher Qualität für die Zufriedenheit unserer Kunden.

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