Bewerbung nach der Ausbildung: 5 Tipps für Berufseinsteiger

Wir geben Dir 5 erprobte Tipps, mit denen Du mit Deiner Bewerbung punkten kannst.
Das Ende Ihrer Ausbildung rückt näher. Falls Sie von Ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden, beginnt jetzt für Sie die Bewerbungsphase. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier: Wir geben Ihnen 5 erprobte Tipps, mit denen Sie mit Ihrer Bewerbung punkten.

Erste Berufserfahrungen bringen Sie aus Ihrer Ausbildung mit. Mit der richtigen Einstellung, Motivation und durchdachten Bewerbungsunterlagen haben Sie gute Karten, um Ihren Traumjob zu bekommen.

5 Tipps für eine gelungene Bewerbung nach der Ausbildung

Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn „mehrere Jahre Berufserfahrung“ laut Stellenanzeige „wünschenswert“ sind: Sie haben bereits Berufserfahrung. Schließlich haben Sie eine Ausbildung absolviert und zumindest Praktika in den relevanten Bereichen hinter sich gebracht!

1. Bewerben Sie sich so früh wie möglich

Sie wissen bereits, dass Sie nicht übernommen werden? Dann gehen Sie selbstbewusst davon aus, dass Sie die Abschlussprüfungen bestehen – und bewerben Sie sich ein halbes Jahr im Voraus. Das hat zwei Vorteile:
  • Zum einen sind Sie schneller als Ihre Mitbewerber.
  • Zum anderen brauchen Sie während der ohnehin anstrengenden Prüfungszeit nicht auch noch an Bewerbungen zu denken.

2. Zeigen Sie Ihre Vorteile auf

Denken Sie bei der Erstellung Ihrer Unterlagen auch an Wissen, das Sie durch Praktika, Vereinstätigkeiten oder im privaten Bereich erworben haben.

Ihre Vorteile:
  • Sie sind jung und bringen frischen Wind ins Unternehmen.
  • Anders als langjährige Fachkräfte sind Sie nicht betriebsblind.
  • Wie Kunden schauen Sie von außen herein – und dadurch können Sie Ihre Kunden optimal „abholen“.

3. Erstellen Sie individuelle Bewerbungsunterlagen

Die Ratgeberliteratur rund um Bewerbungen ist groß. Die meisten Formulierungen und Tipps kennen die Personaler. Darum übernehmen Sie keine Musterformulierungen. Nutzen Sie die Vorlagen zur Inspiration. Aber schreiben Sie Ihr Anschreiben in eigenen Worten.

Nur dann wird deutlich, welche Persönlichkeit hinter der Bewerbung steckt.

4. Fertigen Sie für jedes Unternehmen eine eigene, passgenaue Bewerbungsmappe an

Die Anforderungen in Stellenanzeigen unterscheiden sich. Selbst wenn Sie sich bei 5 Stellen als Industriekauffrau bewerben: Erstellen Sie jedes Mal ein neues Anschreiben.

Je besser Sie die Informationen auf der Jobanzeige und die Wünsche des Unternehmens berücksichtigen, desto eher rücken Sie für den Personaler in den Fokus.

5. Nutzen Sie verschiedene Kanäle, um sich über offene Stellen zu informieren

Jobs finden Sie in Stellenanzeigen online und offline, auf Websites, in Jobportalen, durch Mundpropaganda, auf Messen, durch Initialbewerbungen oder sogar durch Blindbewerbungen.

Setze Sie nicht alles auf eine Karte. Probieren Sie unterschiedliche Möglichkeiten aus.

Überlegen Sie, welche Unternehmen in welchen Städten für Sie als Arbeitsorte infrage kommen. Senden Sie am Ende Ihrer Ausbildungszeit Ihre Bewerbungsunterlagen dorthin. Falls Sie keine ausgeschriebenen Stellen finden, ergreifen Sie die Initiative: Bewerben Sie sich trotzdem!

Bewerbung nach abgeschlossener Ausbildung: So bauen Sie Ihre Bewerbungsmappe auf

Bei Initiativbewerbungen und Blindbewerbungen genügt am Ende Ihrer Ausbildungszeit eine Kurzbewerbung aus Anschreiben und Lebenslauf.

Wenn Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben, reichen Sie unbedingt vollständige Bewerbungsunterlagen ein.

Zu vollständigen Bewerbungsunterlagen gehören folgende Dokumente:
  • Anschreiben (1 Seite)
  • Deckblatt mit Foto (1 Seite, optional)
  • Lebenslauf (1-2 Seiten)
  • Anhang mit Inhaltsverzeichnis (1 Seite, Auflistung der angehängten Dokumente)
  • Kopie des Ausbildungszeugnisses, Zertifikate und Nachweise über Fortbildungen, wenn diese für den Job relevant sind
Bei manchen Bewerbungsunterlagen wird zusätzlich eine Kopie des Führerscheins oder des Führungszeugnisses verlangt.

Entweder Sie bewerben sich „klassisch“ mit einer Bewerbungsmappe, die Sie auf dem Postweg versenden. In dem Fall legen Sie Ihr Anschreiben oben auf die Mappe. Es ist der Begleitbrief. Wenn Sie möchten, fixieren Sie es mit einer runden, eleganten Büroklammer.

Oder Sie verschicken Ihre Bewerbung nach Ihrer abgeschlossenen Ausbildung per E-Mail. Reichen Sie Ihre Unterlagen digital ein? Dann versenden Sie keinesfalls mehrere Dokumente im Anhang. Machen Sie aus Ihren Bewerbungsunterlagen eine kompakte PDF-Datei. Die Dateigröße sollte 6 MB nicht überschreiten.

Was gilt es beim Anschreiben zu beachten?

Das Anschreiben dient dazu, Ihre Persönlichkeit, Ihre Motivation und Ihre Ziele auf den Punkt zu bringen:
  • Wer sind Sie?
  • Warum bewerben Sie sich gerade in diesem Unternehmen auf diese Stelle?
  • Wo liegen Ihre Qualifikationen, die Sie gewinnbringend für das Unternehmen einsetzen werden?
Wiederholen Sie an dieser Stelle nicht die Informationen aus Ihrem Lebenslauf. Gehen Sie auf die Anforderungen in der Stellenanzeige ein – und erklären Sie, warum Sie der perfekte Bewerber für diesen Job sind!

Aufbau des perfekten Anschreibens

Das Anschreiben besteht aus folgenden Teilen:

Persönliche Daten

Geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen, Ihre Adresse, Telefon- und Handynummer sowie Ihre E-Mail-Adresse an. Wenn Sie möchten, gestalten Sie eine Kopfzeile für Anschreiben und Lebenslauf. Das lockert Ihre Unterlagen auf und zeigt, dass Sie mit Word umgehen können.

Nicht vergessen: Ihre Bewerbung ist Ihre allererste Arbeitsprobe für Ihren neuen Chef.

Einleitung

Seien Sie kreativ: Fesseln Sie den Personaler vom ersten Satz an. Das gelingt nicht mit den üblichen Floskeln wie „Mit Interesse habe ich gelesen, dass…“ oder „Hiermit möchte ich mich auf die Stelle als… bewerben.“

Besser: „Sie suchen einen motivierten Mitarbeiter mit Erfahrung im Bereich kommunaler Fahrzeughydraulik – ich beende am TT.MM.JJJJ meine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker…“ 

Hauptteil

Stellen Sie einen Bezug zwischen sich und Ihrem Wunsch-Unternehmen her: Welche Fähigkeiten bringen Sie mit? Wie passt das zur Stellenanzeige?

Wird beispielsweise „eine positive Einstellung zur Digitalisierung“ verlangt, spielen Sie Ihre Vorteile als Digital Native aus!

Gehen Sie auf Ihre persönlichen Stärken, Fähigkeiten und Kenntnisse ein. Orientieren Sie sich am besten an den Schlüsselbegriffen der Stellenanzeige. Bei Hard Skills und Soft Skills gilt: Belegen Sie Ihre Aussagen.

Schluss

Enden Sie schwungvoll und vermeiden Sie auch hier die Standardfloskeln wie: „Auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich!“

Frischer klingt es, wenn Sie schreiben: „Hat Ihnen meine Bewerbung gefallen? Dann freue ich mich auf ein Ticket für das Vorstellungsgespräch“. Dieses Ende passt gut, wenn Sie in der Digitalbranche unterwegs sind.

Was Sie beim Lebenslauf beachten sollten

Als Standard hat sich der tabellarische Lebenslauf etabliert. Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt gehören zusammen. Sie bilden eine Einheit und sollten daher auch einen ähnlichen Look haben:
  • Verwenden Sie dieselben Schriftarten.
  • Schriftarten und Schriftgrößen sollten nicht zu „verspielt“ wirken.

Aufbau des perfekten Lebenslaufes

Ihr Lebenslauf besteht aus diesen fünf Blöcken:

1. Persönliche Daten

Dazu gehören:
  • Vorname Nachname,
  • Geburtstag und Geburtsort,
  • vollständige Anschrift,
  • Telefonnummer und Handynummer,
  • Website (optional) und E-Mail-Adresse
Falls Sie eine Kopfzeile gestalten, bringen Sie die meisten Angaben dort unter. Das spart Platz. Unter der Überschrift „Persönliche Daten“ bleiben dann noch Ihr Geburtstag und Geburtsort übrig.

2. Beruflicher Werdegang

Gestalten Sie einzelne, übersichtliche Blöcke mit Ihrem Ausbildungsberuf und Ihren bisherigen Berufserfahrungen (Aushilfsjobs, Praktika, Hospitationen). Geben Sie Ihre Tätigkeitszeiträume in Monaten und Jahren an (MM.JJJJ). Sonst entsteht der Verdacht einer Lücke.

Wichtig ist, dass Sie nicht nur die Unternehmen und Ihre Tätigkeiten nennen, sondern Ihre Erfolge aufzeigen. Angenommen, Sie arbeiten im Marketing-Bereich. Dann könnten Sie schreiben: „Senkung der Werbekosten um 21% bei gleichzeitiger Erhöhung der Leads um 6%.“

3. Sonstige Kenntnisse

Hier können Sie Ihre sonstigen Fähigkeiten einbringen:
  • Weiterbildungen,
  • Zertifikate,
  • Fremdsprachen-Kenntnisse und Beherrschungsgrad,
  • EDV/PC-Kenntnisse und Beherrschungsgrad,
  • Führerschein (optional),
  • Auszeichnungen

4. Interessen

Zeigen Sie ruhig, wer Sie privat sind. Besonders gut aufgehoben sind hier sportliche Hobbys. Gehen Sie beispielsweise täglich bei Wind und Wetter laufen? Das beweist Zähigkeit, Zielstrebigkeit und Ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation.
  • Hobbys,
  • Vereinstätigkeiten und Ehrenämter,
  • Projekte

5. Datum und Unterschrift

Beenden Sie Ihren Lebenslauf mit dem tagesaktuellen Datum und Ihrer handschriftlichen Unterschrift. Diese sollte leserlich sein und besteht aus Ihrem Vor- und Familiennamen.

Fazit

Wenn Sie sich am Ende Ihrer Ausbildungszeit als Berufsanfänger bewerben, gibt es viel zu beachten. Starten Sie so früh wie möglich. Erstellen Sie Unterlagen, die perfekt zu Ihrer Wunsch-Stelle passen. Formulieren Sie Ihr Anschreiben individuell, ohne aus Muster-Bewerbungen Formulierungen zu übernehmen.

Auch Ihr Lebenslauf sollte stets auf die anvisierte Stelle zugeschnitten sein. Viel Glück!
Informationen zum Autor
Matthias Weisbrich
Gründer und Geschäftsführer der STRATAG GmbH
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